Zinsentwicklung beim Tagesgeld
Posted by admin - 13/02/08 at 01:02:01 pmIn den letzten Jahren haben vor allem jüngere Anleger, ab Geburtsjahrgang 1960, erkannt, dass das Sparbuch sich weder zur Geldvermehrung noch zur Wertaufbewahrung eignet, schließlich sind die Zinsen beim Sparbuch deutlich niedriger als die Inflationsrate. Dadurch schreitet die Geldentwertung, die Vernichtung von Kaufkraft, schneller vorran, als die Zinsen das Guthaben mehren würden. Da der Guthabenbetrag nicht sinkt, sondern durch die Zinsen leicht steigt, haben die meisten Anleger diesen Umstand gar nicht vor Augen und sind sich über die negative Wertentwicklung auf ihrem Sparbuch gar nicht im klaren. Die Alternativen sind rar, suchen doch die Anleger, die sich für ein Sparbuch entschieden hatten, eine flexible und sichere Geldanlage, bei der sie täglichen Zugriff auf ihr Guthaben bekommen. Eine solche Alternative zum Sparbuch ist das Tagesgeld.
Beim Tagesgeld handelt es sich um nichts anderes als ein Sparkonto, bei dem man das Guthaben der Bank tagesgültig zur Verfügung stellt. Die Bank nutzt dieses Guthaben dann, um es am Geldmarkt, dem Markt für Liquidität, anzubieten und zu verleihen. Das Risiko für diese Geschäfte trägt hierbei die Bank, da dem Kunden üblicherweise eine Einlagensicherung seines Guthabens zu 100% gewährt wird - aber Vorsicht: dies ist keine Verpflichtung, sondern sollte immer im Vorfeld geprüft werden. Die Zinsen werden dem Anleger ebenfalls garantiert, so dass allein die Bank das Risiko für das Gelingen der Geschäfte am Geldmarkt trägt.
Viele Tagesgeldkonten bieten dabei sogar soviel Zinsen, dass selbst die normalerweise besser verzinsten Festgelder in Punkto Renidte nicht besser liegen. Einen Nachteil sollte man jedoch nicht unerwähnt lassen: die Zinsen beim Tagesgeld können von der Bank jederzeit angepasst werden. Dies ist nötig, da die Renditechancen der Bank am Geldmarkt mittelbar von den Leitzinsen, festgelegt durch die EZB, abhängen, so dass man auf Zinssenkungen reagieren können möchte. De facto werden die Zinsen beim Tagesgeld eher selten angepasst, so dass man als Anleger auch mit einem Tagesgeldkonto keine Berg- und Talfahrt bei den Zinsen erlebt. Eine ebenfalls erwähnenswerte Taktik ist die Nutzung von einem hochverzinsten Girokonto - solche Konten werden oft von Banken angeboten, die kein extra Tagesgeldkonto anbieten wollen. Solche Girokonten bieten teilweise auch gute Zinsen, beinahe auf dem Niveau vom Tagesgeld.
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